Weißt du eigentlich, was ein Mentalcoach so macht? Wie er arbeitet? Welche Methoden er anwendet? Oder hast du dich genau das auch schon mal gefragt?

Mit meiner Rubrik „Das ABC des Mentalcoachings“ will ich dir diesbezüglich gerne ein paar Fragezeichen nehmen und dir meine Arbeit etwas transparenter machen. In dieser Reihe stelle ich dir in unregelmäßigen Abständen wichtige Begriffe und Methoden vor, die in „meiner Welt“ gebräuchlich sind. Und du kannst dir im Folgenden sogar aussuchen, ob du dir meine Ausführungen als Video anschauen oder doch lieber den Text lesen willst J

Heute gibt’s gleich zwei Buchstaben – B und C.

Los geht’s!

B wie Bilder

Im Mentalcoaching arbeiten wir viel mit Bildern. Ja, durchaus auch mal mit selbstgemalten oder mit Fotografien. Aber in erster Linie mit inneren Bildern, also solchen, die in dir selbst entstehen bzw. bereits vorhanden sind.

 

Zum einen helfen dir innere Bilder dabei, etwaige Blockaden (dazu kommen wir gleich noch) zu identifizieren und genau zu betrachten. Zum anderen lassen wir in deiner Vorstellung positive Bilder entstehen, die deinen gewünschten Ziel-Zustand möglichst genau beschreiben. Dadurch sind sie eine wertvolle Unterstützung in deinem Veränderungsprozess – weil sie stärker sind als Worte und du sie außerdem immer bei dir hast und jederzeit abrufen kannst. Das, was du vor deinem inneren Auge entstehen lassen kannst, kannst du auch in die Realität umsetzen. Wie schon Walt Disney sagte:

 

“If you can dream it, you can do it.”

B wie Blockaden

Blockaden äußern sich meist in negativen Gedanken und Gefühlen, die dich regelmäßig ausbremsen – z. B. wenn du deine Träume verwirklichen willst, aber auch in deinem ganz normalen Alltag. Manche dieser negativen Gedankenmuster sind so tief in dir verwurzelt, dass sie sich auch als körperliche Blockaden äußern. Der Zusammenhang ist nur nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich. Aber es kommt nicht gerade selten vor, dass ein Klient beim Löschen eines belastenden Glaubenssatzes auch gleichzeitig den Verlust von Migräne oder Rückenschmerzen feiern durfte.

 

Blockaden lassen sich sehr gut in Verbindung mit inneren Bildern ausfindig machen und auflösen. Darüber hinaus gibt es noch weitere wirkungsvolle Techniken, wie z. B. das Ankern, welches ich in diesem ersten Artikel zur Serie beschrieben habe.

 

Wenn du also in bestimmten Bereichen deines Lebens immer wieder das Gefühl hast, nicht richtig durchstarten zu können, frage dich doch mal, welches negative Gedanken- oder Gefühlsmuster dich diesbezüglich innerlich blockiert.

B wie Body Scan

Beim Body Scan handelt es sich im Prinzip um eine Wahrnehmungsübung. Du steigerst deine Achtsamkeit dir selbst gegenüber, indem du deinen Körper in seinen Einzelteilen scannst und fragst, wie er sich in diesem Bereich fühlt. Das macht den Body Scan zu einem wertvollen Hilfsmittel in der mentalen Veränderungsarbeit, denn so kannst du überprüfen, ob deine Blockaden umfassend erkannt und vollständig gelöst wurden.

 

Ein Body Scan eignet sich aber auch prima dafür, eine Phase der Entspannung einzuleiten. Deshalb ist er gut kombinierbar mit anderen Entspannungsmethoden wie z. B. dem Autogenen Training oder der Progressiven Muskelentspannung. Wenn du neugierig bist und den Body Scan mal ausprobieren willst, kannst du dir hier die Grundübung gratis herunterladen.

B wie Burnout

Das wichtigste gleich zu Beginn: Burnout ist keine anerkannte Krankheit!

 

Zumindest nicht laut ICD-10, der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme. Danach gehört Burnout zu den Problemen mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung und beschreibt einen Zustand körperlicher, seelischer und geistiger Erschöpfung in Folge dauerhafter beruflicher und/oder privater Überlastung. Burnout resultiert normalerweise aus lang anhaltenden Phasen von Stress.

 

Wenn du also hin und wieder mal gestresst bist, läufst du noch lange nicht Gefahr, eines Morgens mit einem Burnout-Syndrom aufzuwachen. Je öfter und länger deine Stressphasen aber dauern, umso größer ist das Risiko. Die Symptome eines Burnouts habe ich übrigens in diesem Artikel aufgelistet.

 

Das Thema Burnout spielt im Coaching immer wieder eine Rolle. Mal steht der Klient kurz davor, mal befindet er sich in einer akuten Phase und mal hat er diese Erfahrung bereits hinter sich. Wenn du von Burnout betroffen bist, solltest du im Vorfeld mit einem Arzt deines Vertrauens abklären, ob ein Coaching für dich unbedenklich ist. Ein Coach darf nämlich – im Unterschied z. B. zu einem Psychotherapeuten – nur mit psychisch gesunden Menschen arbeiten. Das ist übrigens eine gute Überleitung zum nächsten Punkt.

C wie Coach

Ein Coach begleitet dich in deinem Veränderungsprozess. Er präsentiert dir keine vorgefertigte Lösung für dein Problem, sondern unterstützt dich dabei, diese aus dir selbst heraus zu finden. Dabei gibt er dir durchaus auch mal Feedback, er regt dich zum Perspektivwechsel an und eröffnet dir Möglichkeiten, deine blockierenden Gedanken und Gefühle an die Oberfläche zu bringen und durch positive Muster zu ersetzen.

 

Du und dein Coach, ihr begegnet euch idealerweise auf Augenhöhe. Eure Zusammenarbeit sollte auf Vertrauen und Wertschätzung basieren. Das ist wichtig für den Erfolg deines Veränderungsprozesses. Deshalb solltest du bei der Auswahl deines „Sparringspartners“ keinen Schnellschuss abfeuern. Wenn du beim Kennenlerngespräch ein ungutes Gefühl hast, solltest du lieber weitersuchen.

C wie Coaching

Im Grunde habe ich es oben schon beschrieben. Im Coaching beschreitest du einen Veränderungsprozess. Gemeinsam mit einem Coach arbeitest du daran, weg von etwas Negativem hin zu etwas Positivem zu gelangen. Die Themen für ein Coaching sind vielfältig: Burnout, Lebenskrisen, Konflikte, Beziehungsprobleme, Selbstverwirklichung, Prüfungsangst, Leistungssteigerung, Stress, etc.

 

Und weil es so wichtig ist, wiederhole ich es gerne nochmal: Coaching ist keine Psychotherapie! Ein Coach arbeitet „nur“ mit gesunden Klienten.

Das war der zweite Teil, der dir die Welt des Mentalcoachings näherbringen soll. Ich hoffe, meine Arbeit ist heute wieder etwas transparenter für dich geworden. Wenn dir ein Begriff zu den Buchstaben B und C fehlt, lass es mich gerne wissen. Ich ergänze ihn dann hier in diesem oder in einem zusätzlichen Artikel.

Aber jetzt verrate mir: Wie gefällt dir meine ABC-Rubrik? Wie sind deine Erfahrungen mit Bildern, Blockaden und Coaches? Schreib‘ mir einen Kommentar, ich freue mich auf dein Feedback.

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