Weißt du eigentlich, was ein Mentalcoach so macht? Wie er arbeitet? Welche Methoden er anwendet? Oder hast du dich genau das auch schon mal gefragt?

Da will ich dir gerne ein paar Fragezeichen nehmen und dir meine Arbeit etwas transparenter machen. Deshalb stelle ich dir unter der Rubrik „Das ABC des Mentalcoachings“ alle paar Wochen wichtige Begriffe und Methoden vor, die in „meiner Welt“ gebräuchlich sind. Und du kannst dir im Folgenden sogar aussuchen, ob du dir mein Erklärvideo anschauen oder doch lieber den Text lesen willst 🙂

Wir beginnen mit dem Buchstaben A.

A wie Abrakadabra

Das will ich gleich zu Beginn mal klarstellen. Mentalcoaching bzw. –training ist keine Zauberei. Ich schnipse nicht mit dem Finger und – schwups – sind all deine Probleme gelöst. Ganz im Gegenteil. Manchmal ist es ganz schön heavy. Weil du dich mit dir selbst auseinandersetzt, mit deinen Gedanken, deinen Gefühlen und deinem Körper. Das kann dann auch schon mal aufwühlend sein. Aber wenn du es schaffst, deine Balance (wieder)zu finden, fühlst du dich wie neu geboren – besser, stärker, selbstbewusster.

A wie Achtsamkeit

Im Mentaloaching schauen wir hier im Wesentlichen auf zwei Bereiche: Achtsamkeit nach innen, also auf dich selbst gerichtet und Achtsamkeit nach außen, auf deine Umwelt gerichtet.

Du lernst, dir selbst wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken, in dich hineinzuspüren und darauf zu achten, was dein Körper dir sagt und deine Gedanken und Gefühle dir zeigen wollen. Du lernst aber auch, zu erkennen, wie dein Umfeld auf dich wirkt. Wer ist dir wohlgesonnen und wer meint es nicht gut mit dir? Welche Dinge sind Balsam für deine Seele und welche machen dich eher krank? Indem du achtsamer mit dir und der Welt um dich herum bist, legst du die Grundlage für einen positiven Veränderungsprozess.

A wie Affirmationen

Affirmationen sind Bilder, Metaphern oder Sätze, die total positiv formuliert sind und dir ein Gefühl von Stärke und Selbstbewusstsein vermitteln. Affirmationen unterstützen dich dabei, Situationen in einem neuen Rahmen zu sehen und einen besseren Zugang zur Lösung von Problemen zu öffnen.

Im Grunde genommen sind Affirmationen positive Glaubenssätze, die du tief in dir verankern kannst. Dazu gibt es diverse Techniken, oft reicht es aber auch, die Sätze immer mal wieder laut vor sich hin zu sagen oder präsent irgendwo in der Wohnung zu visualisieren. Du kannst das vielleicht von Zitaten wie „If you can dream it, you can do it“ (Walt Disney), die sich Menschen als Wandtattoo an die Tapete kleben, damit sie immer wieder daran erinnert werden. Genau das ist das Prinzip von Affirmationen.

A wie Ängste

Du weißt sicher, wie sich Angst anfühlt. Es ist erst einmal nicht weiter schlimm, Angst zu haben. Das ist natürlich, denn Angst schützt uns auch. Es gibt allerdings auch Ängste, für die es keinen realen Grund gibt, die einen Menschen aber daran hindern können, sein volles Potenzial zu entfalten. Meist steckt hinter solchen Ängsten wie Lampenfieber, Prüfungsangst, Verlustangst, Flugangst oder Versagensangst ein blockierender Glaubenssatz, der mit Hilfe von Mentaltraining gelöst werden kann.

ACHTUNG: Krankhafte Ängste und Phobien, die zu extremen körperlichen Reaktionen und Panikattacken führen können, sind nicht Gegenstand eines Mentalcoachings. Wenn du eine solche Angst verspürst, bist du bei einem Psychotherapeuten sehr gut aufgehoben.

A wie Ankern

Ein Anker ist eine assoziative Verknüpfung zwischen einem äußeren Reiz und einer körperlichen Reaktion, du kannst das mit der Konditionierung beim Hund vergleichen. Es gibt visuelle, auditive, kinästhetische, olfaktorische und gustatorische Anker – also für jedes Sinnesorgan eine eigene Kategorie. Die meisten Anker setzen wir ganz zufällig und unbewusst. Jeder von uns kennt solche Anker aus seinem persönlichen Leben, ich zähle mal je ein Beispiel auf:

 

Visuell – Wenn eine Ampel auf Rot schaltet, weißt du, dass du anhalten musst.

Auditiv – Du verbindest ein bestimmtes Lied mit einem schönen Erlebnis.

Kinästhetisch – Ein fester Händedruck löst bei dir Unbehagen aus.

Olfaktorisch – Du verbindest den Geruch eines bestimmten Parfüms mit einem lieben Menschen.

Gustatorisch  – Der Geschmack von Erdbeermarmelade erinnert dich an deine Kindheit.

 

Im Mentalcoaching nutzen wir Anker, um positive Gefühle und Gedanken zu festigen, die dich motivieren und an deine neuen positiven und starken Gedankenmuster erinnern. Diese Technik unterstützt deinen Veränderungsprozess nachhaltig.

A wie Autogenes Training

Das Autogene Training ist ein Entspannungsverfahren, das auf Autosuggestionen basiert. Du führst praktisch Gespräche mit dir selbst, um deinen Körper und deinen Geist positiv zu beeinflussen. Dabei absolvierst du verschiedene sog. Schwere-, Wärme- und Atmungsregulierungsübungen. Ausführlich beschrieben habe ich das Autogene Training in diesem Artikel.

Diese Form der Entspannung eignet sich im Mentalcoaching sehr gut dazu, einen Klienten auf eine Sitzung einzustimmen und für die Veränderungsarbeit vorzubereiten. In entspanntem Zustand findest du leichter und schneller zu deinen vorhandenen Ressourcen. Außerdem fühlst du dich danach viel leichter und klarer im Kopf 🙂

So, das war der erste Buchstabe des ABC des Mentalcoachings. Ich hoffe, ich konnte dir einen guten Ein- und Überblick verschaffen und die Nebel etwas lichten 😉 Wenn dir ein Begriff mit A fehlt, gib mir Bescheid. Ich ergänze ihn dann gerne.

Und jetzt will ich wissen: Welche Begriffe kanntest du schon? Welche waren neu für dich? Wozu hast du vielleicht noch Fragen? Ab in die Kommentare damit!

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Wenn du die Kommentarfunktion verwendest, wird aus Sicherheitsgründen auch deine IP-Adresse gespeichert. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert. Weitere Informationen über die Datenspeicherung und -Verarbeitung findest du in meiner Datenschutzerklärung